Was du benötigst

  • eine Kerze
  • Räucherwerk deiner Wahl
  • eine feuerfeste Räucherschale
  • optional einen Edelstein
  • eine Schale mit klarem Wasser
  • Papier und Stift
  • einen ruhigen Moment nur für dich

aura cleanse
ritual

Reinigen · Loslassen · Zurück zu dir

Manchmal gibt es Tage, nach denen wir uns einfach voll fühlen.

Zu viele Gespräche. Zu viele Eindrücke. Zu viele Gedanken. Vielleicht warst du an einem Ort, der dich angestrengt hat, hast viel für andere gegeben oder merkst einfach, dass du einen Moment brauchst, um wieder ganz bei dir anzukommen.

In spirituellen Traditionen wird die Aura als ein Energiefeld beschrieben, das den Menschen umgibt. Ein Aura Cleanse ist dabei ein bewusstes Reinigungsritual, das symbolisch dabei begleiten kann, Fremdes loszulassen, Grenzen wahrzunehmen und die Aufmerksamkeit wieder zu dir selbst zurückzubringen.

Du musst dafür nicht wissen, was genau du gerade „aufgesammelt“ hast.

Vielleicht reicht das Gefühl:

Ich möchte einmal alles abschütteln und wieder bei mir ankommen.

 

Öffne beim Räuchern ein Fenster und achte auf eine gute Belüftung.

1. Schaffe deinen Raum

Bevor du dich deiner eigenen Reinigung widmest, bring ein wenig Ruhe in deine Umgebung.

Du musst dafür nicht dein ganzes Zuhause aufräumen.

Vielleicht räumst du nur die Fläche um dich herum frei, öffnest für einen Moment das Fenster und lässt frische Luft herein.

Entzünde anschließend deine Kerze.

Schließe deine Augen und atme einige Male tief ein und langsam wieder aus.

Mit jedem Atemzug darfst du ein kleines Stück mehr bei dir ankommen.

2. Reinige deinen Raum

Entzünde dein Räucherwerk und lass den Rauch sanft durch den Raum ziehen.

Du kannst beispielsweise Lavendel, Rosmarin oder ein Räucherwerk verwenden, das du persönlich mit Reinigung und Loslassen verbindest.

Gehe langsam durch den Raum.

Statt gegen etwas „Negatives“ anzukämpfen, kannst du deine Aufmerksamkeit bewusst darauf richten, welche Atmosphäre du in diesem Raum schaffen möchtest.

Sprich:

„Alles, was ich heute nicht mehr brauche, darf gehen.
Dieser Raum darf wieder ruhig werden.
Dieser Raum darf sich wieder nach mir anfühlen.“

Öffne anschließend kurz ein Fenster und stell dir vor, dass mit der frischen Luft auch Schwere und Unruhe weiterziehen dürfen.

3. Streife den Tag von dir ab

Jetzt widmest du dich dir selbst.

Du musst dich dafür nicht direkt mit Rauch einhüllen. Fahre stattdessen mit deinen Händen langsam einige Zentimeter über deinen Körper – vom Kopf über Schultern und Arme bis nach unten.

So, als würdest du etwas Unsichtbares von dir abstreifen.

Mit jeder Bewegung kannst du dir vorstellen, dass du symbolisch all das zurücklässt, was du heute nicht weitertragen möchtest:

die Worte anderer Menschen.

Erwartungen.

Stress.

Unruhe.

Gedanken, die sich im Kreis drehen.

Frag dich:

„Was davon gehört wirklich zu mir – und was darf ich für heute hierlassen?“

Schüttle zum Abschluss deine Hände aus.

Manchmal darf Loslassen ganz einfach sein.

4. Kehre zurück zu dir

Setze dich wieder hin und lege, wenn es angenehm ist, eine Hand auf dein Herz und die andere auf deinen Bauch.

Schließe deine Augen.

Stell dir nun ein sanftes Licht vor.

Vielleicht ist es weiß.

Vielleicht golden.

Vielleicht violett, grün oder eine ganz andere Farbe.

Es gibt kein Richtig oder Falsch.

Stell dir vor, wie dieses Licht langsam mehr Raum um dich herum bekommt.

Nicht, weil etwas Dunkles aus dir entfernt werden muss.

Sondern weil du deine Aufmerksamkeit gerade ganz bewusst zurück zu dir selbst holst.

Atme.

Spüre deinen Körper.

Spüre den Boden unter dir.

Hier bin ich.
Das bin ich.
Ich bin wieder bei mir.

5. Dein Kristall als Anker

Wenn du möchtest, kannst du einen Edelstein in dein Ritual integrieren.

Wähle ihn nach seiner persönlichen Bedeutung oder seiner traditionellen spirituellen Symbolik.

Zum Beispiel:

Rauchquarz – Loslassen & Erdung
Schwarzer Turmalin – Schutz & Abgrenzung
Bergkristall – Klarheit & bewusste Ausrichtung
Amethyst – Ruhe & innere Einkehr

Halte deinen Stein für einen Moment in den Händen.

Statt dir vorzustellen, dass der Kristall etwas für dich „entfernt“, gib ihm eine Bedeutung:

Woran soll dieser Stein mich erinnern?

Vielleicht:

„Ich darf Grenzen haben.“

„Ich muss nicht alles mit mir tragen.“

„Ich kehre immer wieder zu mir zurück.“

Danach kannst du ihn als kleinen Begleiter bei dir tragen oder an einem besonderen Ort ablegen.

6. Wasser & Loslassen 💧

Stelle deine Schale mit Wasser vor dich.

Tauche deine Fingerspitzen hinein.

Spüre ganz bewusst die Kühle des Wassers auf deiner Haut.

Wasser steht symbolisch für Reinigung, Bewegung und Veränderung.

Stell dir vor, dass alles, was du für heute loslassen möchtest, weiterziehen darf.

Wasche deine Hände anschließend bewusst mit dem Wasser oder lass einige Tropfen über deine Handgelenke laufen.

Sprich dabei:

„Was nicht zu mir gehört, darf ich loslassen.
Was meines ist, darf bei mir bleiben.
Ich kehre zurück in meine Ruhe, meine Grenzen und meine eigene Kraft.“

Anschließend kannst du das Wasser einfach wegschütten.

Es wird nicht getrunken.

7. Was bleibt bei mir?

Jetzt drehen wir das Ritual noch einmal um.

Denn ein Cleanse muss nicht nur darum gehen, was gehen soll.

Nimm Papier und Stift und vervollständige drei Sätze:

Heute lasse ich zurück …

Bei mir bleiben darf …

Morgen möchte ich mich erinnern an …

Schreib intuitiv.

Vielleicht sind es nur drei Worte.

Das reicht.

8. Schließe deinen Raum

Betrachte zum Abschluss noch einmal deine Kerze.

Atme tief ein und aus.

Und sprich:

„Ich lasse den Tag los.
Ich gebe zurück, was ich nicht tragen muss.
Ich bewahre, was zu mir gehört.
Ich bin hier.
Ich bin bei mir.“

Lösche anschließend deine Kerze sicher.

Öffne noch einmal das Fenster, trink ein Glas frisches Wasser oder geh für ein paar Minuten nach draußen.

Etwas ganz Alltägliches darf dich wieder im Hier und Jetzt ankommen lassen.

Wann ist ein Aura Cleanse besonders schön? 🌙

Du kannst dieses Ritual immer dann durchführen, wenn du das Bedürfnis danach hast – beispielsweise nach einem sehr vollen Tag, vielen sozialen Kontakten, einem Streit, einer intensiven Situation oder einfach dann, wenn du dir bewusst Zeit für dich nehmen möchtest.

Du brauchst dafür aber nicht jedes Mal das komplette Ritual.

Manchmal reichen ein geöffnetes Fenster, ein paar tiefe Atemzüge und das bewusste Ausschütteln deiner Hände, verbunden mit dem Gedanken:

„Für heute darf ich loslassen.“

Denn vielleicht bedeutet energetische Reinigung nicht immer, etwas Unsichtbares bekämpfen zu müssen.

Vielleicht bedeutet sie manchmal einfach, bewusst zu entscheiden, was du mit dir weitertragen möchtest – und was nicht.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.