
Was du benötigst
Du brauchst nicht viel:
- eine Kerze
- Papier oder ein schönes Notizbuch
- einen Stift
- optional Räucherwerk
- optional einen Edelstein, den du mit Dankbarkeit oder Freude verbindest
- ein paar ruhige Minuten nur für dich
hier findest du ein einfaches und wirkungsvolles Dankbarkeitsritual.
Dankbarkeit ist eine kraftvolle Praxis, die dir helfen kann, positive Energie in dein Leben zu ziehen und deine Perspektive zu verändern. Hier ist ein Ritual, das du regelmäßig durchführen kannst, um Dankbarkeit zu kultivieren:
dankbarkeits
ritual
Wahrnehmen · Innehalten · Wertschätzen
Im Alltag richten wir unseren Blick schnell auf das, was noch fehlt, was erledigt werden muss oder was gerade nicht so läuft, wie wir es uns wünschen.
Dabei gibt es zwischen all diesen Dingen oft kleine Momente, die beinahe unbemerkt an uns vorbeiziehen.
Der erste warme Schluck Tee am Morgen.
Sonnenlicht auf der Haut.
Ein vertrautes Lachen.
Ein Mensch, bei dem wir einfach wir selbst sein dürfen.
Oder vielleicht nur dieser eine ruhige Augenblick am Ende eines langen Tages.
Dankbarkeit bedeutet nicht, dass immer alles gut sein muss.
Sie darf vielmehr eine Einladung sein, auch das wahrzunehmen, was bereits da ist.
Dieses kleine Ritual schenkt dir einen Moment zum Innehalten und Erinnern.
1. Komm bei dir an
Suche dir einen ruhigen Ort und mach es dir gemütlich.
Entzünde deine Kerze und gestalte deinen Platz so, dass du dich wohlfühlst.
Wenn du möchtest, kannst du vorher etwas räuchern, leise Musik einschalten oder einfach für einen Moment die Stille genießen.
Schließe deine Augen.
Atme langsam ein und wieder aus.
Lass den Tag für einen Augenblick einfach sein, wie er ist.
Du musst gerade nichts verändern.
Du darfst einfach hier sein.
2. Schau auf deinen Tag
Bevor du etwas aufschreibst, lass deinen Tag oder die vergangenen Tage noch einmal vor deinem inneren Auge vorbeiziehen.
Versuche dabei nicht sofort nach etwas Großem zu suchen.
Frag dich stattdessen:
Was hat sich schön angefühlt?
Was hat mich zum Lächeln gebracht?
Wer oder was hat mir gutgetan?
Was ist für mich selbstverständlich geworden, obwohl es eigentlich wertvoll ist?
Manchmal sind es gerade die unscheinbaren Antworten, die besonders viel bedeuten.
3. Fünf kleine Dinge
Nimm dein Papier und schreibe:
Heute bin ich dankbar für …
Notiere anschließend fünf Dinge.
Vielleicht bist du dankbar für einen Menschen in deinem Leben.
Für dein Zuhause.
Für deinen Körper, der dich heute durch diesen Tag getragen hat.
Für ein Gespräch.
Für deine Tiere.
Für etwas, das du geschafft hast.
Oder einfach dafür, dass dein Lieblingstee heute besonders gut geschmeckt hat.
Versuche anschließend, bei jedem Punkt noch einen kleinen Satz zu ergänzen:
Warum bedeutet mir das etwas?
Aus:
„Ich bin dankbar für meine Freundin.“
wird vielleicht:
„Ich bin dankbar für meine Freundin, weil ich bei ihr nichts erklären muss und einfach ich selbst sein darf.“
Plötzlich bekommt Dankbarkeit eine ganz andere Tiefe.
4. Wähle einen Moment
Schau dir deine fünf Punkte noch einmal an.
Welcher davon berührt dich gerade am meisten?
Wähle intuitiv einen aus.
Schließe deine Augen und erinnere dich noch einmal bewusst an diesen Menschen, diesen Moment oder dieses Gefühl.
Wie hat es sich angefühlt?
Was hat es dir gegeben?
Bleib einige Atemzüge bei dieser Erinnerung.
Du musst das Gefühl nicht größer machen, als es ist.
Es reicht, es noch einmal bewusst wahrzunehmen.
5. Gib etwas zurück
Dankbarkeit darf nicht nur in Gedanken existieren.
Vielleicht gibt es heute etwas Kleines, das du aus deiner Dankbarkeit heraus weitergeben möchtest.
Eine Nachricht an einen Menschen:
„Ich wollte dir einfach sagen, dass ich froh bin, dass es dich gibt.“
Eine Umarmung.
Ein ehrliches Danke.
Eine kleine Aufmerksamkeit.
Oder vielleicht möchtest du dir selbst etwas Gutes tun, weil du erkannt hast, was du selbst in letzter Zeit alles getragen und geschafft hast.
Es muss nichts Großes sein.
Manchmal verändert ein ehrlich gemeintes Danke mehr als eine große Geste.
6. Abschluss
Lege deine Hände für einen Moment auf dein Herz oder einfach entspannt in deinen Schoß.
Schau auf deine fünf Dinge und sprich, wenn es sich für dich richtig anfühlt:
„Ich sehe, was bereits da ist.
Ich ehre die kleinen und großen Momente meines Lebens.
Ich erlaube mir, dankbar zu sein – ohne zu vergessen, dass auch alles andere seinen Platz haben darf.“
Bleib noch einen Moment bei dir.
Anschließend kannst du deine Kerze sicher löschen und dein Ritual beenden.
Bewahre deinen Zettel auf.
Vielleicht wirst du irgendwann darauf zurückblicken und feststellen, wie viele kleine schöne Momente dein Leben gefüllt haben, die du sonst längst vergessen hättest.
Mach daraus dein eigenes Ritual 🌿
Du kannst dein Dankbarkeitsritual jeden Abend, einmal pro Woche, zum Monatsende oder einfach dann durchführen, wenn dir danach ist.
Vielleicht möchtest du sogar ein eigenes Dankbarkeitsglas daraus machen:
Schreibe regelmäßig einen schönen Moment auf einen kleinen Zettel, falte ihn zusammen und lege ihn in dein Glas.
Am Ende des Jahres – oder an einem Tag, an dem sich gerade alles ein bisschen schwer anfühlt – kannst du einige dieser Erinnerungen wieder hervorholen.
Oder führe ein kleines Dankbarkeitstagebuch und sammle darin all die Dinge, die du nicht vergessen möchtest.
Dankbarkeit bedeutet nicht, das Schwierige schönzureden.
Sie bedeutet, neben all dem Schweren auch das Schöne nicht zu übersehen.